Ausstieg aus einer Panikattacke

17_09_19

 

 

Gestern rief ein Patient inmitten einer Panikattacke an und bat um Hilfe.

Nachdem er mir die Horrorfantasien geschildert hatte, in denen er sich vorfand, sagte ich ihm das:

 

Zunächst müssen Sie der Panik mit dem Befehl „Stopp!“ entgegentreten.

Dann braucht es eine Pause, in der Sie zur Ruhe kommen können.

In dieser Pause konzentrieren Sie sich auf Ihren Körper: Sie werden feststellen, dass der Körper warm ist, dass das Herz schlägt, ohne dass Sie ihm das sagen müssten, sie atmen, sie bekommen Luft. Sie haben auch kein Fieber, sind nicht krank, im Gegenteil, Sie sind gesund. Alles ist in Ordnung. Alles ist gut! Alles ist gut! Machen Sie sich das jetzt ganz klar. Das ist die Realität!

Die Panik ist nur eingebildet, pure Fantasie! Nur eine Vorstellung, der Sie erlaubt haben, Besitz von Ihnen zu ergreifen.

Sie können diese Fantasie jederzeit stoppen und zurückkehren in die Wirklichkeit.

Und wenn Sie wieder in der Wirklichkeit angekommen sind, können Sie sich fragen, was Sie jetzt tun möchten oder was Sie tun sollten, damit Sie mit sich selbst zufrieden sein können.

Damit beginnt das neue Leben.

 

Und so können Sie es immer wieder machen, immer wieder zurückkehren in die Wirklichkeit und neu anfangen. Und irgendwann werden sie zurückdenken und sich wundern, was das war, das mit den Panikattacken und Sie werden stolz sein auf das, was inzwischen aus Ihnen geworden ist.

 

An diesem Punkt des Gesprächs war natürlich auch mein Patient wieder in der Wirklichkeit angekommen.