Abano, 29. Juli 2012: Re-set: Das
Schöpferische neu starten
Ursprung
und Ziel aller Religiosität ist die Mystik, also die Erfahrung des Einsseins: darauf beruhen und daraus entspringen Gesundheit
und tiefe Menschlichkeit. Darauf beruhen die alten und die heutigen
hypnotherapeutischen Methoden.
Psychotherapie ist
traditionell gerichtet auf „bio – psycho – sozial“. Dazu
kommt in heutigen Schmerzambulanzen und Kliniken auch wieder der spirituelle
Aspekt.
Die
menschliche Natur – ihre Verdunkelung – ihre Befreiung
1.
Die menschliche Natur entspringt der
schöpferischen Ur-Kraft und repräsentiert sie zur Gänze (z.B. Gen 1,26; Al Hallaj); → immer besser. → (Sich) trauen!
2.
Der göttliche Grund wird verdunkelt durch
bedrückende Erfahrungen, dazu
überlagernde Glaubenssysteme mit Interpretationen von Erfahrungen, die wirken
wie in Konflikt geratene Computerprogramme. → Sich nicht mehr trauen!
3.
Daher: Reset,
Betriebssystem neu starten, zurück auf Eins. → Sich wieder trauen!
Eine
dauerhafte Lösung:
1.
Eins ist immer da. Es kann prinzipiell immer
angesprochen werden. Durch Reset wird Eins immer
wieder zugänglich.
2.
Die Schwierigkeit: Die überlagernden
Glaubenssysteme verschwinden nicht einfach nach einer spirituellen Erfahrung
oder nach einmaliger Betätigung des Resetknopfs,
sondern sie drängen sich erneut in den Vordergrund.
3.
Es braucht daher beharrliche Übung: Sogar Meister brauchen immer neue Resets, damit das Schöpferische bleibend wirken kann. In
den Religionen wird das als Prozess der Erlösung beschrieben. In der Therapie,
siehe insb. Ken Wilber.
Multiple
Zugänge zu 1 sind hilfreich (bzw. notwendig)
1.
Über den Körper: Bewegungsmeditationen: (Shinto:) Gyo-ki, Katsugen; Tai-Chi; Yoga; Bioenergetik; Musik; Tanz; Stimme:
Indianer, Pygmäen, Glossolalie …
2.
Über die Psyche: Schamanen, Hypnotherapie,
Glaubensbilder heiliger Schriften, Biblische Geschichten, Meditation, Gebet (Hingabe, Lob, Vertrauen, Wende zum Positiven,
wie beispielsweise oft in den Psalmen), Mandalas, Rituale, Mantras, Lenkung der Gefühle im Sinn des Gesetzes der
Anziehung …
3.
Über den Verstand: Existentiell-theologische
Konzepte, die Botschaft vom guten Gott, die religiösen Erklärungen des Übels,
Ethik, kognitive Therapieformen…
4.
Über Mitmenschlichkeit: Mitgefühl, kreatives Feld, aus dem Ungeahntes
kommt.
5.
Natürliche, spontane Zugänge:
a.
Morgens, nach erfolgreicher Traumarbeit ist die
Verbindung oft ganz klar.
b.
Krankheiten haben ein Reinigungspotential.
c.
Spirituelle Erlebnisse tauchen spontan auf,
„Wiedergeburt“ …
d.
Zugänge durch psychoaktive Substanzen:
Schamanen, Stan Grof …
Durch immer neue Erfahrungen der eigenen göttlichen Natur
werden nach und nach neue Glaubensgewohnheiten etabliert, wodurch die alten
verblassen.
Das ist der Weg zu einem gesunden und glücklichen Leben. Bei
Menschen, die auf diesem Weg weit fortgeschritten sind, wird in alten
Religionen auch von „Erleuchtung“ gesprochen.
Konkrete
Übungen in Abano, beginnend am Zukunftskongress:
Voraussetzungen
des Reset: Drängende Fragen, auch
Neugier, Interesse an neuen Erfahrungen. Eine völlig andere
Wirklichkeitserfahrung für möglich halten, hilft.
Übung
einzelner der gerade genannten Zugänge. Dabei beobachten, wie sich die Richtung der Aufmerksamkeit verändert.
Sich jetzt und immer wieder auf das neu gewonnene Vertrauen einstellen. Das
Kränkende als solches erkennen – die Aufmerksamkeit davon weg auf das Heilende
lenken.
Meditationen:
Gen
1,26: „Gott schuf den Menschen nach seinem Bild“ + NT-Erzählungen von
„Wundern“: z.B. ein Gelähmter wird geheilt; buddhist.
Herz Sutra …
Gyo-ki mit
Einleitungsübung = Reset + ausgiebige Erfahrung des
Seins nach dem Reset; Gyo-ki
zur Heilung = Reset + Richtung der Aufmerksamkeit auf
Heilung.
Das
Gesetz der Anziehung: Unsere Grundeinstellung führt zur Erfahrung
von mehr davon: „ein Unglück bleibt selten allein“; „nothing
succeeds like success“.
Gespräch:
Erfahrungsaustauch.
Seminar
im Anschluss an den Zukunftskongress (30.-31. 7.)
1.
Kognitive und emotionale Festigung der
spirituellen Grunderfahrung
2.
Erfahrung unterschiedlicher Zugänge.
3.
Anwendung an konkreten Fragestellungen der
Teilnehmer
Buchveröffentlichung
resultierend aus meiner Arbeit: „Auferstehung
– vor dem Tod. Therapeutisch arbeiten mit biblischen Texten.“ Kösel Verlag, München 1994
Gottfried
Hutter, Theologe, Psychotherapeut, München, gottfried.hutter@gmx.de